Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Dr. des. Jutta Schmitz B.A., M.A.
Institut für Soziologie, Institut für Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen
Die Diskussionen über die Lebenslage von Menschen im Rentenalter ist in Deutschland in den letzten Jahren insbesondere durch die Frage nach der Verbreitung und zukünftigen Entwicklung von Altersarmut geprägt worden. Davor wurden die Debatten von einer Sichtweise dominiert, die auf die angeblich überproportionalen Belastungen jüngerer Menschen durch die immer größer werdende Masse der „Älteren“ hervorhob. Dieses Argumentationsmuster hat in der politischen Diskussion einer Reihe von arbeitsmarkt- und rentenrechtlichen Reformen den Weg geebnet, die schon zum Beginn des Jahrtausends eingeleitet wurden und nun Früchte tragen.
Die Sozialwissenschaftlerin Dr. des. Jutta Schmitz forscht seit Jahren zu Fragen der Alterssicherung und der Altersarmut. Sie wird in ihrem Vortrag darlegen, ob die heutigen Probleme der Altersarmut also „hausgemacht“ sind, wie verbreitet Altersarmut aktuell ist und wie sich Alterssicherung und Altersarmut vermutlich perspektivisch entwickeln werden.
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Stefan Hradil
Institut für Soziologie, Universität Mainz
Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Seit Jahrhunderten wird das Thema Armut kontrovers diskutiert. Diejenigen, die Leistung und Tüchtigkeit für sich in Anspruch nahmen, sahen Armut oft anders als viele Arme oder karitative Einrichtungen. Heute scheiden sich die Geister unter anderem an der Frage, wie „schlimm“ relative Armut in Wohlstandsgesellschaften im Vergleich z.B. zu hungernden Menschen in Afrika ist. Besonders heftig gehen die Meinungen darüber auseinander, ob sich Armut auf Einkommensmangel beschränkt oder ob sich mittlerweile in Deutschland eine Unterschicht mit eigenen Denk- und Verhaltensweisen herausgebildet hat.
In diesem Diskurs lassen sich vier Auffassungen wachsender Radikalität unterscheiden: Eine Sichtweise verneint, dass es in Deutschland mittlerweile eine Unterschicht gibt. Vertreter einer anderen Ansicht diagnostizieren insofern eine Unterschicht, als die Resignation innerhalb der armen Bevölkerung zunimmt. Eine dritte, politisch durchaus brisante Auffassung geht davon aus, dass es mittlerweile in der armen Bevölkerung ein eigenes System des Denkens und Verhaltens gibt. Ein besonders radikaler, oft kritisierter vierter Standpunkt gibt darüber hinaus der Unterschicht die Schuld an ihrer Situation und Lebensweise, unter anderem wegen eines Mangels an Disziplin.
Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass viele Aspekte dieser Debatte im Grunde an die Mittelschicht adressiert sind, um so sozialpolitische Leistungskürzungen zu legitimieren, ein Feindbild zu schaffen und Angst vor dem sozialen Abstieg zu schüren. Diese Strategie erzeuge nicht selten Aggressivität gegenüber Armen, Arbeitslosen oder Migranten.
Prof.‘in em. Dr. Margherita Zander
Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Münster

In den letzten zehn bis 15 Jahren hat sich die empirische Sozialforschung intensiver denn je mit „Kinderarmut in Deutschland“ befasst und entsprechende Erkenntnisse vorgelegt. Uns steht also ausreichend differenziertes Wissen zur Verfügung, wie Kinder familiäre Armut erleben und bewältigen sowie welche kurz- und längerfristigen Folgen für die Betroffenen daraus resultieren. Auch fehlt es nicht an Vorschlägen, wie diesem gravierenden Problem mit gesellschaftspolitischen Maßnahmen zu Leibe zu rücken wäre. Gleichzeitig wird in Fachkreisen breit diskutiert, auf welche Weise man zumindest die negativen Folgewirkungen für die Kinder und Familien (Stichwort: sekundäre Armutsprävention, z.B. Resilienzförderung) begrenzen könnte.
Trotz allem stagniert Kinderarmut weiterhin auf erschreckend hohem Niveau. Haben sich Politik und Gesellschaft, haben wir alle uns schlicht an diesen Missstand gewöhnt?
Die renommierte Sozialwissenschaftlerin Professorin Dr. Margherita Zander hat sich Jahrzehnte mit diesem gesellschaftlichen Problem auseinandergesetzt und referiert den Stand der neuesten sozialwissenschaftlichen wie sozialpolitischen Forschung.
Dr. Michaela Wendekamm
Deutsche Hochschule der Polizei, Münster
Die Themen innere Sicherheit, Migration und Terrorismus sind seit rund 15 Jahren im öffentlichen Diskurs konstant präsent. Die Flüchtlingssituation in Europa ist eine große Herausforderung für verschiedene Politikressorts – und vor dem Hintergrund terroristischer Bedrohungen natürlich auch für die Sicherheitspolitik.
Die Konflikte der Politikfelder Migration und Innere Sicherheit wirken dabei wechselseitig aufeinander ein und beeinflussen sich. Die jüngsten terroristischen Anschläge in Deutschland verschärfen diese Konfliktsituationen zudem in hohem Maße.
Der Vortrag der Politikwissenschaftlerin Dr. Michaela Wendekamm, wissenschaftliche Referentin des Präsidenten der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster, legt dementsprechend den Fokus ihrer Betrachtungen auf die Charakteristika der Politikfelder Innere Sicherheit, Migration und Terrorbekämpfung und deren Verflechtungen auch unter Einbezug der jüngsten Einwanderungen und der aktuellen Sicherheitslage.
Prof. Dr. Ulrich Schneckener
Institut für Sozialforschungen, Direktor des Zentrums für Demokratie- und Friedensforschung, Universität Osnabrück
Der Vortrag des renommierten Terrorismusforschers Prof. Dr. Ulrich Schneckener befasst sich als Grundsatzreferat einführend mit dem Begriff und der Gewaltstrategie des Terrorismus, er grenzt diesen von anderen Formen politischer Gewalt, wie z.B. Extremismus, ab und unterscheidet verschiedene Varianten des Terrorismus.
Die Darlegungen erläutern dabei insbesondere den Typus des „transnationalen Terrorismus“, wie er sich vor allem bei Al-Qaida oder dem „Islamischen Staat“ nachzeichnen lässt.
Im zweiten Teil des Vortrags geht es um die Fragen, wie demokratische Gesellschaften auf das „Terrorrisiko“ reagieren können, welche Probleme bei der Terrorismusbekämpfung, national wie international, bestehen, und welche Herausforderungen sich daraus für demokratische Staaten ergeben.
Prof. Dr. Michael Butter
Universität Tübingen

Dass Donald Trump einmal Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte, hätten vor dem Wahlabend allein aufgrund seiner bombastischen Rhetorik wenige Beobachter des politischen Establishments vermutet. Der Sieg Trumps beruhte dabei wesentlich auf einer rhetorischen Mischung aus Übertreibung, irreführenden Informationen und bewussten Verschwörungstheorien. Trump nutzte diese Elemente vor und nach der Wahl mit einer Vehemenz, die seine Gegner überraschte und die Politik in den Vereinigten Staaten nachhaltig änderte. Das Webinar wird den Aufstieg und die Präsidentschaft Donald Trumps unter diesen Gesichtspunkten kritisch beleuchten.
Eröffnung mit Vortrag

2017 jährt sich die russische Oktoberrevolution zum 100. Mal. Aus diesem Anlass wird die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegung beschreiben. Diese war im 20. Jahrhundert dazu angetreten, nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen grundlegend zu verändern. Dieser totalitäre Anspruch mobilisierte rund um den Globus Millionen und entwickelte sich zum Albtraum von Abermillionen, die Opfer kommunistischer Gewaltregime wurden.
Buchlesung und Gespräch mit Dörte Ahlers

Anna lebt mit ihren Eltern und ihren beiden älteren Brüdern in Schweden. Als der Vater ein Jobangebot in Deutschland bekommt, beginnt eine jahrelange Odysee.
Von Großeltern und Freunden getrennt, müssen Anna und ihre Brüder ihr Leben in Armut und asozialen Verhältnissen verbringen. Die Alkoholexzesse der Eltern enden stets in unsagbarer häuslicher Gewalt, die der Entwicklung der Kinder so schadet, dass Anna eines Tages Opfer ihres eigenen Bruders wird …
Offen und ehrlich gibt die Autorin Dorthe Ahlers einen tieferen Einblick in ihr schicksalhaftes Leben, das lange Zeit von Gewalt geprägt war. Die glaubhafte Schilderung ihrer Geschichte soll anderen Menschen bei der Bewältigung ähnlicher schrecklicher Erlebnisse helfen.

Dorthe Ahlers, geboren in Schweden, kam als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie durchlebte eine schwere Kindheit und Jugend. Mit ihrem Buch “Angst zeigt Gesicht” schreibt sich die Autorin eine Last von der Seele und will damit anderen Gewaltopfern helfen.

Die Buchlesung findet in Kooperation mit der Landeszentrale politische Bildung Thüringen statt.
Das 1530/31 in Schmalkalden gegründete protestantische Schutzbündnis entwickelt sich innerhalb von wenigen Jahren zu einem der bedeutendsten Machtfaktoren. Herr Dr. Lehmann berichtet über den Aufstieg und den Fall des Bundes, der im Schmalkaldischen Krieg sein Ende findet. Auf Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden wird zu diesem Thema ab März 2017 eine neue Dauerausstellung mit moderner Technik und außergewöhnlicher didaktischer Umsetzung. zu sehen sein.

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